Häufige Probleme

Schreikinder

Nicht alle Kinder sind gleich, genau wie ihr intrauterines Leben und ihr Geburtvorgang. Während manche buchstäblich das erste Lebensjahr verschlafen, quälen andere sich mit stundenlangem Schreien.

„Die Bedeutung der Geburt ist gerade für das Kind ein prägendes Erlebnis, viele Verhaltensweisen in der ersten Zeit sind darauf zurückzuführen. Dies gilt insbesondere auch für die sogenannten Schreikinder. Gerade jedoch in der frühen Zeit sind diese Traumata auch wieder verhältnismäßig einfach „auflösbar“ ", de Jong, Kemmler (2003)

Ein Schrei ist wie eine Kraft, die von innen nach außen wirkt. Die Babys therapieren sich also selbst, indem sie sich in richtige „Zornanfällen“ mit krebsrotem Kopf hineinweinen hineinarbeiten.

Eine osteopathische Untersuchung bietet die Möglichkeit die Ursache des Schreiens, der Schlafstörungen oder des Unruhigseins zu finden und diese zu behandeln.

Oft reicht eine Dysfunktion des Zwerchfelles, eine minimale Entwicklungsstörung des Darmrohres oder eine Nabelspannung um Verdauungsprobleme und Gasbildung hervorzurufen. Spannungen in den inneren Organen (Magen, Speiseröhre, Überdruck im Bauch) führen zu Symptomen wie schlechtes Aufstoßen, aber auch leichte Formen eines Reflux.

Es können aber auch Unverträglichkeiten oder Allergien sein, die vermehrte Spannungen im Körper Ihres Kindes verursachen.

Kaiserschnitt

Bei einem Kaiserschnitt wird der natürliche Geburtsvorgang vollständig übersprungen: kein Zug-Druck auf das Zentralnervensystem, keine Verformung des Schädels, keine Manipulation der Wirbelsäule und keine Dehnung des gesamten Körpers mit Massage. Während seiner Forschungsarbeit zeigte John E.Upleger dass Kinder, die durch einen Kaiserschnitt entbunden wurden, mehr Dysfunktionen des Craniosacralen Systems aufweisen als vaginal entbundene Kinder. Er macht dafür den schnellen Druckwechsel zwischen dem Inneren des Uterus und der Umgebung verantwortlich, der zu einer schnellen Ausdehnung des Schädels mit einiger Belastung des Schädels führt. (siehe S94 Upleger 2003)

Daher brauchen diese Babys, die zwar dem „Trauma“ entkommen sind, ganz besonders eine osteopathische Behandlung, um die Vitalität des gesamten Organismus in Schwung zu bringen. Ein Schrei ist eine Kraft von innen nach außen, die den Körper „dehnt“, vor allem den kleinen Schädel. Die Babys „therapieren“ sich also selbst mit ihrer eigenen Kraft, die sie zur Verfügung haben. Viele Probleme treten erst mit dem Wachstum außerhalb der schützenden Fruchtblase auf, da das Baby nun mit der Schwerkraft konfrontiert wird und mit seinem keinen Körper direkt darauf antwortet.

Steißgeburt

Die Belastungen, denen der Körper bei einer Steißgeburt ausgesetzt ist sind enorm. Aus der Sicht der craniosacralen Therapie so Upleger (2003) werden die Flüssigkeiten im Körper in den Kopf gedrückt, wodurch sich der Flüssigkeitsdruck im Schädel erhöht. Die Gefahr einer Hüftdislokation und Beckenverletzung beim Herunterziehen der Beine ist groß. Frakturen sind auch nicht zu Übersehen: des Femur, der Clavicula oder des Humerus. Auch ein Tortikollis des Halses ist bei einem Neugeborenen nach einer Steißgeburt nicht selten. (vgl. S 223 Upleger 2003).

Vor allem bei den Neugeborenen sind Fehlfunktionen ganz deutlich zu spüren, das Bindegewebe und die weichen Knochen des Babys sprechen für sich. Mit sanften Techniken lösen sich diese Schmerzquellen.